Was ist das Elbsandsteingebirge?

Das Elbsandsteingebirge (tschechisch Labské pískovce bzw. Labské pískovcové pohoří) ist ein vorwiegend aus Sandstein aufgebautes Mittelgebirge am Oberlauf der Elbe in Deutschland und Tschechien. Es erstreckt sich beiderseits der Elbe von Pirna bis Děčín (Tetschen-Bodenbach) auf einer Fläche von etwa 700 km². Höchster Berg des Elbsandsteingebirges ist der Děčínský Sněžník (Hoher Schneeberg) mit 723 Metern. Länderbezogen werden zwei Landschaften unterschieden:die Sächsische Schweiz in Deutschland und die Böhmische Schweiz in Tschechien. In beiden Gebieten werden jeweils die naturschutzfachlich wertvollsten Gebiete mit dem Status eine Nationalparkes geschützt.
Das Charakteristische dieses stark zerklüfteten Felsengebirges ist sein außerordentlicher Formenreichtum auf engstem Raum. Einmalig unter den mitteleuropäischen Mittelgebirgen ist der ökologisch bedeutsame ständige Wechsel von Ebenheiten, Schluchten, Tafelbergen und Felsrevieren mit erhalten gebliebenen geschlossenen Waldbereichen, der eine hohe Artenvielfalt hervorbringt.

 

Wegezustand

„Ich mochte gar nicht hinsehen, so abscheulich sah es aus, immer ein Felsen höher und tiefer als wie der andere...“ Ysop Lafleur (1798)

 

Ganz so wild geht es heute nicht mehr zu im gut erschlossenen Elbsandsteingebirge. Trotzdem sind die Wanderwege durchaus nicht alle breit, eben und mit Geländern versehen. Höhenunterschiede von mehreren hundert Metern bei starkem Gefälle sind keine Seltenheit. Manchmal stehen Sie auch plötzlich vor einer Leiter oder anderen Steiganlagen, dann bietet sich z.B. die Mitnahme eines Hundes nicht an. Die Auswahl der Wanderstrecken wird daher von uns mit der Leistungsfähigkeit der Gruppe abgestimmt. 

 

Wetter

Im Winter sind viele Strecken nicht begehbar, da sie in vereistem Zustand gefährlich sind. Oft hält sich das Eis v.a. in den schattigen Gründen sehr lange, manchmal bis in den April hinein. Generell sollten Sie sich bei Sturm nicht in den Wald begeben. Gerade im Nationalparkgebiet gibt es sehr alte Bäume, von denen leicht Äste abbrechen können. Jegliche Kletteraktivitäten sollten bei nassem Felsen unterlassen werden. Der Sandstein wird in feuchtem Zustand rutschig und brüchig.
 

Ausrüstung

Tragen Sie bequeme, dem Wetter angepasste Kleidung und Schuhe, die auch schmutzig oder u.U. beschädigt werden dürfen. Für Ihre Verpflegung inkl. ausreichend Getränke sowie Sonnenschutz sind Sie selbst verantwortlich. Beachten Sie, dass es nicht überall Einkehrmöglichkeiten gibt. Auch Trinkwasserquellen sind selten.

 

Mobilnetz

Vor allem im hinteren Teil der Sächsischen und natürlich in der Böhmischen Schweiz empfangen Sie das tschechische Mobilnetz. An Ihrem Telefon können Sie das Netz aber meist manuell einstellen. In Tälern und Schluchten (z.B. dem ganzen Kirnitzschtal) gibt es gar keinen Empfang. Sollten Sie z.B. einen Notruf absetzen müssen, gehen Sie solange nach oben, bis es wieder Netz gibt. Falls Sie tschechisches Netz haben, denken Sie an die Ländervorwahl für Deutschland, auch vor der Notrufnummer.

 

Haftung

Bergwanderungen im Nationalpark Sächsische Schweiz können mit bestimmten Gefahren verbunden sein. Insbesondere betrifft das:
- Steinschlag
- herabfallende Bäume oder Äste sowie
- z.T. anspruchsvolle Wege, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern.
Absterbende und tote Bäume werden im Nationalpark nur bei akuter Gefahr beseitigt. Deshalb muss mit dem Umstürzen von Bäumen und dem Herabfallen von Baumteilen jederzeit gerechnet werden. Für diese Gefahren, die von Wald und Gelände in der Nationalparkregion ausgehen, haftet weder der Freistaat noch Hobbit Hikes. Das Betreten erfolgt insofern auf eigene Gefahr.